Sonntag, 20. Oktober 2013

Geheimsache Labskaus von Ina Rometsch und Martin Verg




Kurzbeschreibung

Empfohlenes Lesealter: 10 - 12 Jahre
Zack verdient sein Taschengeld mit Hundesitten. Nur einmal kurz nicht aufgepasst – schon ist Pudeldame Raissa verschwunden! Auf der Suche nach dem teuren Tier geraten Zack und sein Freund Oskar unversehens in Bedrängnis.
Ein dubioses Kinderheim, zwei verrückte Wissenschaftler, mutierte Killer-Aale und ein ganz und gar unappetitliches Dosengericht spielen dabei die Hauptrolle. Zum Glück machen sich Zacks unerschrockene Schwester Charly und ihre Freundin Elektra auf, den Jungs aus der Patsche zu helfen.
Warum heimtückische Schlümpfe zu meiden sind und wie eine Verfolgungsjagd in der Elbe endet, erzählt dieser rasante Krimi voll schrägem Witz und überraschender Wendungen!
( Text und Foto habe ich von vorablesen.de, von dort wurde mir freundlicher Weise das Buch zum rezensieren überlassen ) 





Meine Rezension

Oskar Köhler bekam am Frühstückstisch, bevor seine Eltern zur Arbeit fuhren, seine Geburtstagsgeschenke.
Einen Golfschläger, "ein 5er-Eisen" sagte sein Vater noch stolz dazu. Natürlich mochte Oskar   diesen langweiligen Sport überhaupt nicht, wurde aber trotzdem von seinem Vater immer zum Golfplatz geschleppt.
Eine CD von den Toten Hosen. Seine Mutter sagte die sei richtig fetzig.
Ein Handy und das obwohl er doch schon an Ostern eines bekommen hatte. Seine Mutter erklärte ihm dann, dass das andere doch technisch völlig veraltet wäre, da ohne Touchscreen mit schlechter Kamera ohne Blitz und Zoom.
Und als ob das nicht schon schlimm genug war für ihn, hat seine Mutter auch noch seine Geburtstagstorte, seiner Meinung nach, in einen Ziegelstein getauscht. Es war natürlich kein Ziegelstein, dafür ein viel gesünderer Vollkorn-Karottenkuchen.
Armer Oskar, jetzt kann nur noch sein bester Freund Zack ihn aus diesem Tief holen und seinen Tag retten. Doch der Tag soll noch schlimmer werden. Gemeinsam wollen die Beiden in die Eisdiele. Sie binden deshalb den Hund, den Zack Gassi führt um sein Taschengeld aufzubessern, an das Geländer der Kanalbrücke vor der Eisdiele. Doch als sie mit ihrem Eis wieder herauskamen, war der Schreck groß. An dem Geländer war nur noch die Hundeleine und von Raissa von Hoheluft-Schillingsbek war weit und breit nichts mehr zu sehen.

Natürlich wollen sie den Diebstahl der Polizei melden und treffen in der Polizeiwache auf den Polizeimeister Harro Ungern, der eine ganz miese Woche hinter sich hat. Der glaubt den Jungs die Geschichte nicht und so nimmt das Verhängnis seinen Lauf.

Mehr werde ich jetzt aber nicht über die Erlebnisse von Oskar und Zack sowie ihren beiden Retterinnen Elekra und Charly erzählen. Was es mit verräterischen Schlümpfen, Abwasserexperimenten, Monsterfischen, explodierenden Kanistern und einem verdächtigen Dosengericht auf sich hat, das müßt Ihr schon selbst nachlesen. Dabei wünsche ich Euch natürlich viel Spaß.


Die Geschichte beginnt am Mittwoch den 22. Juli um 8.26 Uhr und endet am Samstag. Wir verfolgen das Leben der Protagonisten also 4 Tage durch Höhen und Tiefen, Höllen und Wahnsinn, Kidnapping und Befreiung. Die einzelnen Kapitel haben keinen Titel sondern Tagesangaben mit genauer Uhrzeit. Zwischen den Kapiteln gibt es noch äußerst geheimnisvolle Testergebnisse. Allerdings kann/muß man fast bis zum Ende rätseln was das für misteriöse Teste sind und wer sie warum durchführt. Durch diesen kleinen Kniff wird die Spannung zusätzlich aufrecht erhalten. Das Ende könnte eventuell manchen Eltern nicht so ganz recht sein ( Strafverfolgung wird nicht zu 100% angewendet ;-) ), aber es ist schließlich ein Buch zur Unterhaltung, zum Lernen gibt es Schulbücher.

Die Namen für einige Mitwirkende wie zum Beispiel der des Polizisten - Harro Ungern - oder der der Haushälterin - Frau Feudel - (was im Schwäbischen ein Putzlappen ist) haben mich schmunzeln lassen.

Meiner Meinung nach ist das Buch eher etwas für Jungs. Natürlich können/dürfen auch Mädchen dieses Buch lesen. "Die fünf Freunde" waren mir früher auch viel lieber als diese "Heile Welt Ponyhof Bücher" für Mädchen. 

Mit seinen 160 Seiten ist der "Kinderkrimi" passend für das empfohlene Alter von 10-12.
Die Umschlaggestaltung ist absolut gelungen. Alles was darauf abgebildet ist, trifft man früher oder später in der Geschichte. Das ist eine tolle Umsetzung von Inhalt und Einband, wie man sie selten sieht.

Für alle, die bisher Labskaus für einen Außerirdischen gehalten haben ist auf dem beigefügten, stabilen Lesezeichen das Rezept für Laubskaus nach Hamburger Art. Dies, finde ich, ist eine wunderschöne Idee. 

Dieses Buch kann ich allen Eltern, Großeltern, Onkeln, Tanten und sonstigen Anverwandten und Bekannten zum Verschenken empfehlen.



Wissenswertes

 http://www.vorablesen.de/sites/vorablesen.de/files/styles/80_80/public/benutzer/bilder/picture-63286-1370250130.jpg?itok=5VfyQZWq
Martin Verg und Ina Rometsch
Martin Verg, geboren in Hamburg 1971, ist Chefredakteur der Kinderzeitschrift GEOlino, Autor, Musiker und Vater zweier Töchter. Labskaus kennt er seit frühester Kindheit – hauptsächlich vom Hörensagen. Seit der Recherche zu „Geheimsache Labskaus“ kann er es zwar recht passabel zubereiten, sein Leibgericht wird es in diesem Leben aber nicht mehr. Trotzdem hat er es in einen rasant spannenden Krimi verpackt, seinen ersten für Kinder.

Ina Rometsch, geboren 1971 in Süddeutschland, studierte Englische Literatur und Ethnologie. Sie begeistert sich für Saurier, Reisen und Krimis. So veröffentlichte sie verschiedene Sachbücher und Krimi-Comics für Kinder und schreibt als freie Journalistin, Autorin und Comic-Texterin. Sie lebt mit ihrer Familie in Wien. „Geheimsache Labskaus“ ist ihr erster Krimiroman für Kinder.
( Text und Foto habe ich von vorablesen.de, von dort wurde mir freundlicher Weise das Buch zum rezensieren überlassen )


  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Residenz Verlag; Auflage: 1. (18. Juni 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3701721211
  • ISBN-13: 978-3701721214
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre