Sonntag, 1. Dezember 2013

Seelen im Eis von Yrsa Sigurdardóttir







Kurzbeschreibung

Der neue Thriller von Islands Bestsellerautorin Yrsa Sigurdardóttir

»Nervenzerreißende Spannung…Es ist gar nicht so leicht, eine gute Geistergeschichte zu schreiben. Aber diese hier ist noch besser als 'Geisterfjord'«. Frettabladid Newspaper

»Genial – ein Fest für alle Liebhaber von guter Spannungsliteratur!« Morgunbladid

»'Seelen im Eis' ist noch stärker und kraftvoller als 'Geisterfjord' und bestätigt, dass Yrsa eine erstklassige Schriftstellerin ist.« Sigurjon Sighvatsson, Gewinner der Goldenen Palme für seinen Film 'Wild at Heart' und Regisseur der beiden Filme 'Geisterfjord' und 'Seelen im Eis'.

»Ein Chiller-Thriller, den man nicht alleine nach Einbruch der Nacht lesen sollte!« The Times

»Yrsa Sigurdardóttir kann wirklich Spannung erzeugen – genauso gut wie Stephen King.« 
The Independent

Ist jetzt also der Tag der Abrechnung gekommen?
Als Óðinn den mysteriösen Tod zweier Jungen in einem Erziehungsheim untersucht, tun sich Abgründe auf. Je tiefer er gräbt, umso mehr gibt es Parallelen zu seinem Leben. Hat der viel zu frühe Tod seiner Frau etwas damit zu tun? Während er noch verzweifelt nach Antworten sucht, scheint etwas Bedrohliches immer näher zu kommen…
Yrsa Sigurdardóttir hat einen gespenstisch gruseligen und unglaublich spannenden Thriller geschrieben, den man nur bei verriegelten Türen und Fenstern lesen sollte.

Eiskalt, gespenstisch und fesselnd: Dieser Thriller ist wirklich nichts für schwache Nerven
(Dieser Text stammt von Amazon)



Rezension

Die Handlungsstränge in diesem Buch liegen auf 2 Zeitebenen. Die eine ist im “Hier und Jetzt“, die Andere ist im Jahre 1974 angesiedelt.

1.
Odinns Ex-Frau ist auf eine mehr oder weniger mysteriöse Art und Weise zu Tode gekommen. Damit er sich besser um seine traumatisierte 11jährige Tochter kümmern kann, fängt er bei einer Behörde zu arbeiten an. 
Als seine Kollegin stirbt muss Odinn ihren Auftrag, das Erziehungsheim Krokur auf etwaige Fehlverhalten, seitens der Heimleitung oder den Angestellten, überprüfen. Dies gestaltetet sich gar nicht so einfach, da der zu überprüfende Zeitraum 40 Jahre zurückliegt. Passender Weise kommt es genau in diesem Zeitfenster zu einem Unglücksfall bei dem 2 Jungen starben und keine all zu großen Ermittlungsarbeiten der Polizei stattfanden. 

2.
Dann haben wir Aldis, die wir im Jahr 1974 bei der Arbeit und ihrem Leben in Krokur begleiten. Durch sie erfahren wir viel wissenswertes über den Umgang mit den Jungen von Seiten der Heimleitung. Die Jungen erhielten z.B. weder ihre Post noch ihre Pakete. Dies fand Aldis zwar nicht richtig, doch mischte sich deswegen nicht ein, als sie aber erfuhr, dass auch sie ihre Post nicht bekam, wurde sie wirklich sauer.
Das Heim lag sehr weit ausserhalb und weg von jeder Zivilisation und verströmte einen düsteren Eindruck. 
Die Heimleiter empfand Aldis von Anfang an als recht unfreundliche Zeitgenossen, doch deren Verhalten verschlimmerte sich noch extremer nach dem Tod ihres missgebildeten Babys.
Aldis sah und erlebte dort sehr viel eigenartiges und mysteriöses. Darum wollte sie gehen und sich in der Hauptstadt eine andere Arbeit suchen. Genau an dem Tag als sie gehen wollte, starben 2 Jungen unter nicht wirklich geklärten Umständen, was Aldis noch mehr in Panik versetzte. Sie ging ohne jemals wieder das Heim oder ihre Arbeit dort jemals wieder zu erwähnen. 


Den ersten Thriller der Autorin kenne ich nicht, aber durch die vielen Lobeshymnen hatte ich doch sehr hohe Erwartungen an den mir vorliegenden.

Das Buch beginnt mit dem Ende. Eine doch recht außergewöhnliche Idee, die bereits für Spannung sorgt. Möchte man doch schließlich wissen, wie es zu diesem Ende kommt. Durch diesen ungewöhnlichen Beginn, hatte ich mir einen regelrechten Pageturner vorgestellt, leider lag ich damit wirklich völlig falsch.

Ja, es gibt einige Stellen da kommt so etwas wie Spannung auf, das war‘s dann aber auch schon wieder. 
Meine Vorstellung von einem Thriller, bei dem man vom Verlag und der Presse mit so viel Superlativen bombardiert wird, enthält außer ständiger Spannung: Gänsehaut, aufgestellte Nackenhaare, erschrecken bei plötzlich lauten Geräuschen und abgekaute Fingernägel. Erhalten habe ich einen erholsamen, nicht von Alpträumen geplagten, Schlaf.

Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen. Im letzten Teil werden die beiden Handlungsstränge mal mehr mal weniger sinnvoll miteinander verknüpft. Das leicht offene Ende lässt ein nachfolgendes Buch vermuten. Doch auf diese Fortsetzung kann ich persönlich gut verzichten.

Wie ich bereits oben festgestellt habe, ist dies in keinster Weise ein Thriller. Ein Krimi ist es auch nicht, da wir keine polizeilichen Ermittlungen zu dem “Unfalltod“ der beiden Jungen haben. 
Ich würde dieses Buch in dem Bereich Drama ansiedeln und als solches gesehen/gelesen lohnt sich der Griff in das Regal auf jeden Fall.
Absoluten Thrillerfans würde ich “Seelen im Eis“ (warum es diesen Titel trägt hat sich mir allerdings immer noch nicht erschlossen) niemals empfehlen.

Als Drama bekäme das Buch von mir vier Sterne, so jedoch erhält es von mir wirklich gut gemeinte 3 Sterne.



Wissenswertes

Über die Autorin


 Foto Sigurjón Ragnar / www.sr-photos.com


Yrsa Sigurðardóttir studierte Bauingenieurwesen in Reykjavík und Montreal. Seit 1998 schreibt sie Kinderbücher, und im Jahre 2005 erschien ihr erster Kriminalroman »Das letzte Ritual«. Ihre Bücher sind mittlerweile in 30 Sprachen übersetzt. Neben dem Schreiben arbeitet sie als Ingenieurin in Reykjavík.



Produktinformation
Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1 (23. Oktober 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596195330
ISBN-13: 978-3596195336
Originaltitel: Kuldi
(Dieser Text stammt von Amazon)

Donnerstag, 28. November 2013

Für mich personalisierte Kurzgeschichte

And the Winner is - Birgit Seibold

Bei der Blogtour zu dem Buch von Regina Mengel 

- Am dreizehnten Tag

habe ich auf dem Blog von Manja eine Kurzgeschichte gewonnen.


Und so sieht das Cover dazu aus.


Diese Foto wurde mir von Regina Mengel persönlich zur Verfügung gestellt 



Ihr werdet gleich feststellen, wie langsam ich hier arbeite, im Gegensatz zu einer vielbeschäftigten Autorin.

Als Siegerin wurde ich von Manja am 13.11.13 ermittelt.

Regina Mengel meldet sich bei mir am 15.11.13.
Nach einigem Brief- bzw. e-Mail-Wechsel standen dann die Namen für die Personen fest, sowie in welchem Genre die Kurzgeschichte geschrieben werden soll.

Am 18.11.13 war dann alles wichtige zwischen uns geklärt.

Am 20.11.13, nach nur 2 Tagen, kam bereits meine Kurzgeschichte bei mir an.

Heute ist bereits der 28.11.13 und jetzt erst komme ich dazu, diese wahnsinnig tolle Neuigkeit mit Euch zu teilen. Schande über mich.
(Vielleicht kann ich zu meiner Entschuldigung anführen, dass ich in diesen 8 Tagen 5 Bücher innerhalb von Leserunden, mit Kommentare schreiben usw., gelesen habe)


Vielen Dank liebe Regina, für diese wirklich tolle Kurzgeschichte. Sie hat jedem der sie bisher lesen durfte sehr gut gefallen ( sogar Mel ;-) )

Ich danke Dir auch für die Erlaubnis, diese Geschichte hier auf meinem Blog zu veröffentlichen.

Wer von Euch Interesse hat und wissen möchte was sich Regina Mengel ausgedacht hat für meine Familie und mich, der ist sehr gerne dazu eingeladen dies hier nach zu lesen.


Bis bald, 
Eure Birgit




Sie werden so schnell groß


Birgits private Version

geschrieben von der Autorin Regina Mengel
Regina könnt Ihr auch auf Facebook und Qindie finden



 Birgits Blick schweifte über die Kleinigkeiten. Tagelang hatte sie die Geschäfte abgeklappert, um all diese hübschen Dinge zu finden. Sie seufzte leise. Die Kinder wurden so schnell groß. Ihre Töchter Melanie und Nicole waren längst verheiratet. Zum Glück passten Ferdi und Joachim hervorragend in die Familie. Melanie und Ferdi hatten sogar ihrerseits schon drei Kinder. Die Mädchen - Michelle, Aileen und Katja - waren Birgits ganzer Stolz. Leider wohnten die Familien ihrer Töchter etwas außerhalb und sie sahen sich viel zu selten. Noch einmal seufzte Birgit, viel zu schnell wurden ihre Lieblinge groß. Selbst Alexander, ihr Jüngster, hielt sich inzwischen für erwachsen. Erst heute Morgen hatte er protestiert, als sie ihm das Haar aus der Stirn streichen wollte. „Mama lass das!“, hatte er gemault und hinzugefügt, „Ich bin doch kein Baby mehr.“

 Es stimmte. Ein Baby war er schon lange nicht mehr. Inzwischen maß Alex fast einen Meter neunzig. Seit einem Jahr rasierte er sich regelmäßig. Hoffentlich freute er sich wenigstens über den Adventskalender, den sie für ihn bastelte. Vermutlich war es das letzte Jahr, in dem sie ihm diese Freude machen konnte, sein Schulabschluss stand kurz bevor. Schon bald hieß es, ab in die Großstadt, um dort zu studieren. Dann wäre das letzte ihrer Kinder aus dem Haus.

 Sie legte die Bastelutensilien bereit. Viele Erinnerungen, Bilder voller Wärme, verband sie mit diesen Gegenständen. Früher, wenn die Abende länger wurden, hatte die Familie oft miteinander gebastelt. Sie blinzelte. Eine Träne löste sich, folgte der Spur ihrer Augenfältchen und landete schließlich auf Birgits Handrücken. Einen Augenblick betrachtete sie die kleine Perle, dann wischte sie den Tropfen fort und verschloss erneut das Herz vor der Melancholie.

 Ratsch! Birgit riss ein langes Stück Klebeband von der Rolle und befestigte den Torso auf dem Tisch. Mit der ihr angeborenen Perfektion maß sie Position und Verlauf eines jeden Schnittes ab und zeichnete ihn auf dem weichen Material ein. Das Messer hatte sie eigens vorher noch einmal geschärft. Tatsächlich glitt es durch die Hülle wie durch Marzipan. Zunächst setzte Birgit 24 Längsschnitte und fügte daran rechts und links, jeweils oben

und unten einen waagerechten Schnitt an. Die Verbindungen zwischen den Querschnitten perforierte sie gleichmäßig mit der Messerspitze, so ließen sich die Türchen später leichter knicken.


 Sie betrachtete ihr Werk. Auf der glatten Oberfläche verteilten sich 24 Öffnungen. Die goldbraune Tönung des Werkstoffs glänzte kaum merklich. Obwohl sie das Material nicht aufgrund der Farbe ausgewählt hatte, passte der Ton ausgezeichnet zur Weihnachtszeit. Birgits Gedanken glitten durch die vergangenen Monate, während sie mit geübter Hand die Oberfläche eines jeden Türchens von der weichen Schicht darunter trennte.

 Alex bestand zwar darauf erwachsen zu sein, doch in Wahrheit steckte er noch tief in der Pubertät. Nicht nur die eitergefüllten Pickel bewiesen diesen Eindruck. Birgit schmunzelte. Alle ihre Kinder hatten Stimmungsschwankungen durchgemacht. An einem Tag zogen sie wie Adler weite Kreise am Himmel ihres Lebens. Ein anderes Mal wiederum drängte die Unsicherheit sie tief unter Mutters Rockschöße. Hinzu kamen die Trauerphasen, jeder neue Liebekummer glich stets einer Götterdämmerung.

 Auch Alexanders erste Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht verliefen nicht planmäßig. Wenn er sich stylte, blickte ihm ein Superheld aus dem Spiegel entgegen. Die Herzdamen jedoch sahen lediglich einen schlaksigen Spätpubertierenden, der sich vor ihnen aufspulte wie ein Dynamo. Über die Fähigkeit dahinter den Mann, der er einmal sein würde, zu sehen, verfügten diese Mädchen noch nicht. Dennoch bestand kein Grund, unsensibel zu reagieren.

 Birgit betastete das weiche Material. Bis auf die hineingeritzten Türchen wies es keinerlei Beschädigungen auf. Makellos lag der Torso vor ihr, zufrieden ließ Birgit die Hand über die Rundungen gleiten. Mit welchem Geschenk sollte sie anfangen? Sie begann die Kleinigkeiten zu sortieren, doch dann entschied sie sich anders, schließlich hatte sie ausschließlich hübsche Dinge gekauft. Sie wählte lediglich die Füllung für den 24. Dezember aus, denn an diesem Tag erwartete Alex traditionell etwas Besonderes.

 Birgits Sohn war ebenfalls etwas ganz Besonderes. Dass sie das nicht erkannt hatte, nahm sie diesem Nachbarsgör immer noch übel. Vorher hatte der Junge lediglich aus der Ferne für seine

Mitschülerinnen geschwärmt. Es war das erste Mal gewesen, dass er einem Mädchen seine Liebe gestanden hatte. In aller Unschuld hatte sich Alex genähert. Doch die junge Frau hatte ihn abfahren lassen, wie einen überfüllten Schulbus. Mel hieß sie. Sie war ein Jahr älter als er und schien Alex und sein Ansinnen nicht ernst zu nehmen. Grausam hatte sie ihn weggeschickt, wie eine genervte Tante, die ein Kind zum Spielen auf die Straße schickte.

 Ein Adventsgeschenk nach dem anderen verschwand hinter den Türchen. Zwei Mal musste Birgit etwas mehr Kraft aufwenden, um die Stücke hineinzudrücken. Und ein weiteres Mal blieb ihr sogar nichts anderes übrig, als mit dem Messer ein Stück Gewebe herauszuschneiden und mit einem Löffel das Loch sauber auszuhöhlen, ehe die Gabe hineinpasste. Darüber hinaus verlief das Füllen des Kalenders einwandfrei.

 Birgit ließ sich für einen Moment auf das Sofa sinken, die kurze Ruhepause tat ihrem Rücken gut. Sorgsam achtete sie darauf, den beigefarbenen Stoff nicht zu berühren. Es bedeutete eine Heidenarbeit, die roten Schlieren aus dem empfindlichen Gewebe herauszubekommen. Damit hatte sie bereits im vergangenen Jahr Bekanntschaft geschlossen, eine Erfahrung, die sie nicht wiederholen wollte.

 Hoffentlich mochte Alex das Geschenk. Er war so traurig gewesen, als die Meldungen von Mels Verschwinden durch die Nachrichten gegangen waren. Birgit hatte ihn trösten wollen, aber Alex war untröstlich gewesen. Seitdem war er kaum noch daheim gewesen, hatte stattdessen Flugblätter verteilt und Suchmeldungen mit dem Konterfei von Mel an Hauswände geklebt.

 Nach gut zwei Stunden beendete Birgit die Bastelarbeit. Zufrieden bestaunte sie, wie gut ihr diese filigrane Aufgabe gelungen war. Übung machte den Meister, seit fünfundzwanzig Jahren bastelte sie Adventskalender für die Kinder. Doch diesmal hatte sie sich selbst übertroffen. Alex würde begeistert sein. Sie klatschte in die Hände, räumte die Bastelutensilien an ihren angestammten Platz, schlug den Adventskalender in Glanzpapier ein und versteckte ihn. Nachdem sie das Zimmer aufgeräumt hatte, sorgte sie dafür, dass das Parkett keinen Schaden nahm. Gewissenhaft entfernte sie die Wasserpfützen, die sich auf dem Boden gesammelt hatten. 


 Der erste Dezember fiel in diesem Jahr auf einen Samstag. Birgit richtete das Frühstück für ihren Sohn. Sie wohnten ja nur noch zu zweit in dem großen Haus. Der Junge döste noch, wie jedes Wochenende holte er den verpassten Schlaf nach. Eine halbe Stunde später hörte Birgit Alexanders schrägen Gesang unter der Dusche. Sie goss den Kaffee auf und wenige Minuten später zog der betörende Duft von Kaffee durch die Küche.

 Dennoch rümpfte Alex die Nase, als er die Küche betrat. Auch Marlene bemerkte den süßlich-fauligen Geruch - äußerst ärgerlich, schließlich hatte sie sorgsam darauf geachtet, die Kühlkette nicht zu unterbrechen. Doch es schien ihrem Sohn nichts auszumachen. Unbeeindruckt trat Alex an den Adventskalender, den Birgit für ihn gebastelt hatte. Er rollte langsam das Geschenkpapier auf. Nach und nach legte er Füße, Beine, Bauch und Oberkörper frei. Als er den Hals erreicht hatte, hielt er inne. Suchend glitt sein Blick abwärts und verweilte auf Höhe der Bauchdecke. Endlich entdeckte er die Eins. Er klappte die Haut zur Seite, griff in die Höhlung und holte die kleine rote Schachtel hervor. Mit einem Papiertaschentuch wischte er das geronnene Blut ab, ehe er die Praline auswickelte und sich in den Mund schob. Mit diesem glücklichen Lächeln wirkte er keinen Tag älter als Sieben.

 Erst nachdem Alex die Praline hintergeschluckt hatte, riss er die Verpackung vollständig herunter. Als das Papier zu Boden sank, verdeckte ein Schleier aus Haaren das Gesicht.

 Alex verharrte einige Atemzüge lang, dann legte er den Kopf nachdenklich zur Seite und betrachtete das Mädchen, das vor ihm auf der Anrichte lag.

 „Ach Mel“, flüsterte er liebevoll, während er ihr die Haare aus dem Gesicht strich. „Hier hast du dich also versteckt. Ich habe überall nach dir gesucht. Aber nun ...“ Alex seufzte, ehe ein verzeihendes Lächeln über sein Gesicht zog. „Naja, Schwamm drüber. Hauptsache wir sind endlich zusammen.“


 Es rührte Birgit, als Alex sich mit Tränen in den Augen zu ihr umwandte und sie fest umarmte. Eine Minute lang schwiegen sie beide, gönnten sich einen Moment der Harmonie und Zufriedenheit, einen Moment, der ganz ohne Worte auskam. Schließlich wandte sich Alex wieder dem toten Mädchen zu und brach das besinnliche Schweigen.


 „So meine Liebste.“ Ein Grinsen lag in seiner Stimme. „Nun aber husch, husch, zurück in deine Tiefkühltruhe. Wir wollen ja nicht, dass du auftaust, schließlich wollen wir noch viele gemeinsame Jahre verbringen. Du weißt ja: Wir sind füreinander bestimmt.“ 



Samstag, 23. November 2013

Der ferne Zwilling - Inspektor Maringers erster Fall von Hannes Glanz




Kurzbeschreibung


Auf einer viel befahrenen Kreuzung in Salzburg rast ein Kleinwagen in einen LKW. Ein junger Musikstudent kommt dabei ums Leben. Die Mutter des Opfers glaubt nicht an die Unfalltheorie der Polizei, und tatsächlich findet sich ein Schlafmittel im Blut des jungen Mannes. Inspektor Raimund Maringer, eben erst aus der Steiermark in die Mozartstadt übersiedelt, beginnt zu ermitteln. In unermüdlicher Klein­arbeit kommt er hinter ein Geheimnis, das so erstaunlich wie erschreckend ist.

In spannender und meisterlicher Erzählweise lässt der Autor das Bild eines sensiblen Mannes mittleren Alters entstehen. Das neue Mitglied unter den literarischen Ermittlern beeindruckt durch seinen messerscharfen Verstand, Durchsetzungsvermögen, kühle Logik und Hartnäckigkeit.
(Text und Foto habe ich vom Weishaupt Verlag )



Rezension

Ein Unfalltod wird als Selbstmord zu den Aktengelegt.

Damit gibt sich die Mutter des hochbegabten, behinderten Musikstudenten nicht zufrieden.

Bei ihrer Suche nach einem Beamten (Maringer wurde vor kurzem als Kommissar nach Salzburg versetzt) der ihr helfen soll den "Mord" an ihrem Sohn aufzuklären, treffen die Beiden zufällig aufeinander. 
Sie kann die Freundschaft zu ihrem ehemaligen

Freitag, 22. November 2013

Eine Leserunde die sich wirklich gelohnt hat

Seid gegrüßt Ihr Buchliebhaber und auch die, die es noch werden wollen :-)


Bei dieser Leserunde von LovelyBooks habe ich es mir lange überlegt, ob ich mich überhaupt bewerben sollte. Dies war bereits das zweite Buch einer Serie (das Dritte ist gerade im entstehen). Mir wurde aber versichert, dass es in sich abgeschlossene Geschichten sind und nur einige der Protagonisten, wie das Ermittlerduo, in jedem Band
dabei sind. 

Was für ein Glück, dass ich mich für eine Bewerbung entschieden hatte. Dieser ausgezeichnete Regionalkrimi ist mehr als lesenswert. Aus diesem Grund habe ich mir auch gleich den ersten Band bestellt und warte ganz sehnsüchtig auf seine Ankunft.

Zu meiner großen Freude wurde ich zu der Leserunde eingeladen und erhielt von der Autorin Bettina Owczarski ein Rezensionsexemplar, sogar mit Widmung :-)







Die Autorin hat auf ihre freundliche Art und Weise die Leserunde begleitet, bzw. begleitet sie noch, da momentan noch nicht alle Leser/innen mit dem Buch fertig sind.

Natürlich führte kein Weg daran vorbei, ich musste bei  Bettina Owczarski nachfragen, ob sie mir eventuell eine Ausgabe von Elmfeuer, ihrem ersten Buch, verkaufen könnte. 
Sie hat sich zu meiner großen Freude dazu bereit erklärt. 
Warum ich es bei ihr kaufen möchte und nicht im Buchhandel liegt wohl auf der Hand. Ich hoffe natürlich wieder auf eine Widmung ;-)

Auf viele weitere Fortsetzungen hoffend, bedanke ich mich an dieser Stelle nochmals ganz herzlich dafür, dass ich zu dieser Leserunde eingeladen wurde, so ein tolles Buch zur Verfügung gestellt bekommen habe und natürlich dafür, dass ich Dich liebe Bettina kennen lernen zu dürfte.

Ihr seid nur noch einen Klick weit von der Rezension entfernt.

Wünsche Euch ein wunderschönes Wochenende mit einem tollen Buch, vielleicht sogar mit Elmsühne.

Bis bald Eure Birgit